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Segelschiff vermietung Portugal

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Portugal: Wo der Atlantik eine Nation von Seefahrern geprägt hat

Portugal liegt am westlichsten Rand des europäischen Festlands und nimmt etwa ein Sechstel der Iberischen Halbinsel ein. Mit einer gesamten Küstenlinie von rund 1.793 Kilometern (inklusive der Azoren- und Madeira-Archipele) bietet dieses kompakte Land eine beeindruckende maritime Vielfalt auf engem Raum. Das Festland erstreckt sich etwa 561 km von Nord nach Süd und ist an seiner breitesten Stelle nur 218 km breit. Das heißt: Du bist nie weit vom Meer entfernt. Von den üppig grünen Hügeln der nördlichen Costa Verde bis zu den sonnenverwöhnten Klippen der Algarve verändert sich die Landschaft auf kurzen Distanzen deutlich. Im Landesinneren ragt die Serra da Estrela bis auf fast 2.000 Meter empor, während große Flüsse wie Douro und Tejo nach Westen fließen und durch breite, schiffbare Mündungen in den Atlantik münden. Der Süden Portugals genießt ein mediterranes Klima mit heißen, trockenen Sommern, während die Algarve über 300 Sonnentage im Jahr verzeichnet. Der Norden ist feuchter, und die Atlantikinseln der Azoren und Madeira haben ein subtropisches Klima. Kurz gesagt: Portugal ist ein Land, das rund um den Ozean gebaut wurde, und es gibt keinen besseren Weg, es zu erleben, als vom Deck eines Segelschiffs aus.

Warum dein nächster Urlaub aufs Wasser gehört

Ein Segelschiff in Portugal zu buchen ist nicht nur eine Urlaubsentscheidung, sondern eine völlig neue Art, eine der geschichtsträchtigsten Küsten Europas zu erleben. Hier sind die Gründe:

  • Unvergleichlicher Zugang zur Küste: Viele der spektakulärsten Orte Portugals, von Meereshöhlen und versteckten Stränden bis zu abgeschiedenen Buchten unter hohen Klippen, sind nur vom Wasser aus erreichbar. Mit einem Segelschiff erreichst du Plätze, die Reisende an Land nie zu Gesicht bekommen.
  • Lebendiges maritimes Erbe: Portugals Identität ist untrennbar mit dem Meer verbunden. Hier stammen Vasco da Gama und Ferdinand Magellan her, deren Entdecker im 15. und 16. Jahrhundert globale Seewege erschlossen. Wenn du hier segelst, folgst du den Spuren einiger der größten Navigatoren der Geschichte.
  • Günstige Segelbedingungen: Die portugiesische Küste profitiert von der Nortada, einem saisonalen Nordwind, der vor allem zwischen Juni und September entlang der Westküste weht. In Kombination mit dem milden Klima und der langen Segelsaison von Mai bis Oktober entstehen ideale Bedingungen für deine Zeit auf dem Wasser.
  • Moderne, gut ausgestattete Marinas: Von Nord nach Süd findest du eine Kette gut ausgestatteter Marinas und Häfen, die dir eine flexible Routenplanung ermöglichen. Allein an der Algarve gibt es Marinas in Lagos, Portimao, Vilamoura, Albufeira, Faro, Olhao, Tavira und Vila Real de Santo Antonio.
  • Attraktives Preisniveau: Im Vergleich zu vielen westeuropäischen Segelrevieren ist Portugal überraschend erschwinglich. Essen am Hafen, lokaler Wein und frischer Fisch und Meeresfrüchte kosten hier oft deutlich weniger, was besonders für Besucher aus den USA, UK oder Australien angenehm auffällt.
  • Geeignet für jedes Erfahrungslevel: Die geschützte Algarve-Küste ist ideal, wenn du noch nicht so viel Segelerfahrung hast, mit ruhigeren Bedingungen und kürzeren Distanzen zwischen den Häfen. Die Westküste fordert erfahrene Segler mit offenem Atlantik und der berühmten Nortada heraus.

Eine Küste mit vielen Gesichtern: Segel-Highlights, die du nicht verpassen solltest

Die Algarve: Goldene Klippen und Meereshöhlen

Die Algarve ist Portugals bekannteste Segelregion, und das aus gutem Grund. Die Küste zwischen Lagos und Faro gleicht einer vom Atlantik über Millionen Jahre geformten Skulpturengalerie. Die Kalksteinformationen sind 16 bis 24 Millionen Jahre alt und bieten eine beeindruckende Vielfalt an Meereshöhlen, natürlichen Bögen und versteckten Grotten. Am berühmtesten ist die Benagil-Höhle (Algar de Benagil), eine kuppelförmige Höhle mit natürlichem Oberlicht, das einen Sandstrand im Inneren erhellt. Sie ist nur vom Wasser aus zugänglich und damit ein perfekter Stopp auf deinem Segeltörn. In der Nähe beeindruckt die Ponta da Piedade bei Lagos mit hohen Felsnadeln und Bögen, die du am besten vom Boot aus bestaunst. Die Bucht von Lagos ist mit etwa vier Kilometern Breite eine der größten Europas und seit dem Zeitalter der Entdeckungen mit der Seefahrt verbunden. Die Marina von Portimao, geschützt in einer Einfahrt des Flusses Arade hinter den Klippen von Praia da Rocha, gilt als einer der sichersten Häfen des Landes.

Lissabon und die Tejo-Mündung

Mit dem Segelschiff in Lissabon anzukommen verbindet dich direkt mit Jahrhunderten maritimer Geschichte. Das Mar da Palha, die Mündung des Tejo, zählt zu den größten Naturhäfen der Welt. Wenn du am Torre de Belem und am Denkmal der Entdeckungen vorbeisegelst, spürst du, dass von hier aus einst Expeditionen ins Unbekannte starteten. Cascais, nur 15 Seemeilen westlich von Lissabon, gilt als eines der besten Segelreviere weltweit. In seiner Bucht fanden renommierte internationale Regatten statt, darunter Etappen des Volvo Ocean Race und der Tall Ships Races. Weiter südlich bietet die Marina von Sesimbra Zugang zum grünen Naturpark Arrabida, wo du mit dem Beiboot ruhige Buchten und einsame Strände erkunden kannst.

Die Silberküste und Zentralportugal

Der Abschnitt zwischen Lissabon und Porto, bekannt als Costa de Prata, wird von Seglern oft unterschätzt, belohnt aber alle, die sich hierher wagen. Peniche, eine lebendige Fischerstadt, ist Ausgangspunkt für die Berlengas-Inseln, ein UNESCO-Biosphärenreservat etwa 10 km vor der Küste. Dich erwarten kristallklares Wasser, seltene Seevögel, das spektakuläre Fort Sao Joao Baptista aus dem 17. Jahrhundert und der Furado Grande, ein natürlicher Tunnel von rund 70 Metern Länge und 20 Metern Höhe, den Boote bei Niedrigwasser durchqueren können. Die Besucherzahl ist täglich begrenzt, was das Erlebnis besonders exklusiv macht. Figueira da Foz an der Mündung des Mondego bietet eine lebhafte Marina und ist per Zug gut mit der Universitätsstadt Coimbra verbunden.

Porto, der Douro und die Nordküste

Portugals zweitgrößte Stadt Porto liegt einige Kilometer flussaufwärts am Douro. Die Marina Leixoes bei Porto ist der wichtigste Anlaufhafen im Norden. Von hier aus kannst du das Douro-Tal erkunden, die weltberühmte Region des Portweins. Viana do Castelo weiter nördlich ist ein echter Geheimtipp mit einer Marina als Tor zur grünen Minho-Region und zur Costa Verde. Die Nordküste ist felsiger, kühler und vom Charakter her ganz anders als der sonnige Süden.

Die weniger bekannten Häfen

Wenn du abseits der klassischen Stopps unterwegs sein willst, schau dir diese Orte an:

  • Sines: Ein praktischer Zwischenstopp zwischen Lissabon und der Algarve mit kleiner, funktionaler Marina und viel Seefahrtsgeschichte. Hier wurde Vasco da Gama geboren.
  • Olhao: Eine authentische Fischerstadt am Rand des Naturparks Ria Formosa, von wo aus du vorgelagerte Inseln und fast menschenleere Sandstrände über mehr als 60 Kilometer erkunden kannst.
  • Vila Real de Santo Antonio: Ganz im Osten der Algarve liegt der Guadiana Yacht Harbour an der Flussmündung zur Grenze nach Spanien. Ideal, wenn du aus dem Mittelmeer kommst, und ein Tor ins ruhige Hinterland.
  • Horta Marina (Azoren): Für echte Abenteurer ist diese Marina auf der Insel Faial ein legendärer Stopp bei Atlantiküberquerungen. Die Mauern sind mit bunten Gemälden von Seglern aus aller Welt bedeckt und machen sie zu einer der markantesten Marinas überhaupt.

Fünf Dinge, an die die meisten Besucher nie denken

Portugals Segelszene bietet weit mehr als Strandhopping und Sonnenuntergänge. Diese fünf Erlebnisse bringen deine Reise auf ein neues Level:

  1. Durch den Furado Grande auf den Berlengas segeln

    Die meisten Portugal-Besucher kennen weder die Berlengas-Inseln noch den Furado Grande, einen 70 Meter langen natürlichen Meerestunnel quer durch die Insel. Wenn Gezeiten und Seegang es erlauben, kannst du mit dem Boot direkt hindurchfahren. Das umliegende Wasser ist ein Meeresschutzgebiet mit außergewöhnlicher Klarheit. Das Fort aus dem 17. Jahrhundert auf Berlenga Grande erreichst du zu Fuß, nachdem du geankert oder im kleinen Hafen angelegt hast. Die tägliche Besucherzahl ist begrenzt, wodurch alles angenehm ursprünglich bleibt.

  2. Portwein direkt auf dem Douro probieren

    Wenn du im Raum Porto festgemacht hast, nimm dir einen Tag für das Douro-Tal vom Wasser aus. Die terrassierten Weinberge sind UNESCO-Welterbe, und die traditionellen Rabelo-Boote, die früher Portweinfässer transportierten, sind noch immer unterwegs. Viele Weingüter entlang des Flusses bieten Verkostungen an. Vom Wasser aus wirkt das Tal noch beeindruckender als von der Straße.

  3. Die Ria Formosa mit Beiboot oder Kajak erkunden

    Von den Yachthäfen in Faro oder Olhao hast du direkten Zugang zum Naturpark Ria Formosa, einem 60 Kilometer langen System aus Inseln, Lagunen und Salzwiesen. Hier leben seltene Vogelarten, und viele Strände sind nur vom Wasser aus erreichbar. Nimm dein Kajak oder das Beiboot und fahre zu den Inseln Culatra, Farol oder Armona für einen entspannten Tag auf weißem Sand.

  4. Den Seven Hanging Valleys Trail während deines Stopps an der Algarve wandern

    Wenn du in Portimao anlegst oder nahe Carvoeiro festmachst, plane ein paar Stunden für den Seven Hanging Valleys Trail ein. Dieser 5,7 km lange Küstenweg gilt als einer der schönsten in Portugal. Er führt oberhalb der Benagil-Höhle entlang, vorbei an spektakulären Felsformationen und Küstenabschnitten, die von oben ganz anders wirken als vom Wasser.

  5. In Sesimbra anlegen und im Naturpark Arrabida wandern

    Südlich von Lissabon werden Sesimbra und der Naturpark Arrabida von vielen Seglern auf dem Weg zur Algarve übergangen. Dabei findest du hier kleine, geschützte Buchten mit türkisfarbenem Wasser und bewaldete Hügel mit tollen Ausblicken über die Sado-Mündung. Perfekt, um zwischen zwei Segeltagen die Beine zu vertreten.

Die Nortada: Portugals geheimer Segelmotor

Ein entscheidender Faktor beim Segeln in Portugal ist die Nortada, ein saisonaler Wind, der das Segelerlebnis an der Westküste prägt. Die Nortada ist ein Nord- bis Nordnordwestwind, der hauptsächlich von Juni bis September entlang der Westküste der Iberischen Halbinsel weht. Sie entsteht durch den Temperaturunterschied zwischen dem heißen Landesinneren und dem kühleren Atlantik sowie durch das Azorenhoch. In der Praxis frischt die Nortada meist nach Mittag auf und kann bis Stärke 6 erreichen, also etwa 20 bis 25 Knoten, bevor sie am frühen Abend wieder nachlässt. Morgens ist es oft ruhig mit leichtem Südostwind. Wenn du nach Süden segelst, erwarten dich am Nachmittag hervorragende Bedingungen. Segelst du nach Norden, solltest du früh starten, um vor dem stärkeren Wind im Hafen zu sein. Die ost-west verlaufende Algarve-Küste ist besser vor der Nortada geschützt und bietet ruhigere, wärmere Bedingungen für entspanntes Cruisen.

Wann du in See stechen solltest

Die Segelsaison in Portugal dauert im Großen und Ganzen von Mai bis Oktober. Die Hauptmonate Juni bis September bieten das stabilste Wetter, besonders an der Algarve, wo die Temperaturen im Sommer regelmäßig über 30 Grad Celsius steigen und Regen selten ist. Mai und Oktober sind ideale Monate in der Nebensaison: angenehmes Wetter, weniger volle Marinas und oft günstigere Preise. Dank des milden Klimas kannst du grundsätzlich das ganze Jahr segeln, aber die Westküste ist im Winter rauer mit stärkerem Atlantikschwell. Die Algarve bleibt auch außerhalb der Hauptsaison gut zugänglich, dennoch solltest du vor jedem Törn die Bedingungen prüfen.

Praktische Hinweise für Segler

  • Zeitzone: Portugal liegt im Winter auf GMT und im Sommer auf GMT+1, wie das Vereinigte Königreich. Wenn du aus Spanien kommst, beachte, dass Spanien eine Stunde voraus ist.
  • Sicherheit und Schwell: An der Westküste spielt der Atlantikschwell eine wichtige Rolle. Im Sommer ist die Küste etwa zu 10 Prozent der Zeit von nennenswertem Schwell betroffen, im Winter steigt dieser Wert auf rund 30 Prozent. Schwellvorhersagen werden zusammen mit Wetterprognosen veröffentlicht und sollten vor jeder Passage geprüft werden.
  • Gezeiten und Flussmündungen: Mehrere Häfen an der Westküste liegen in Flussmündungen mit Sandbänken an der Einfahrt. Der Tidenhub beträgt meist weniger als 3 Meter, dennoch empfiehlt es sich, möglichst nahe Hochwasser einzulaufen.
  • Lokale Küche: Portugal ist ein Paradies für Genießer, besonders in Restaurants am Hafen. Gegrillte Sardinen, Bacalhau in unzähligen Varianten, Meeresfrüchtereis und die berühmten Pasteis de Nata bekommst du fast überall. Im Norden solltest du Portwein probieren, ebenso wie Vinho Verde, einen leichten, leicht perlenden Wein.
  • Sprache: Portugiesisch ist die Landessprache, aber in touristischen Regionen und Marinas, besonders an der Algarve und in Lissabon, wird weit verbreitet Englisch gesprochen.
  • Sicherheitslage: Portugal hat eine der niedrigsten Kriminalitätsraten weltweit und gilt als sicheres, gastfreundliches Reiseziel.

Setz deinen Kurs auf Portugal

Portugal ist nicht einfach nur ein Segelrevier, sondern ein Land, das vom Meer geprägt wurde und bis heute von ihm lebt. Ob du als erfahrener Segler die anspruchsvollen Atlantikbedingungen an der Westküste suchst oder mit Freunden eine entspannte Woche in der Sonne der Algarve verbringen willst, ein Segelschiff gibt dir die Freiheit, Portugal ganz nach deinen Vorstellungen zu erleben. Ankern in versteckten Buchten, anlegen in historischen Häfen, fangfrische Meeresfrüchte genießen und mit einem Atlantik-Sonnenaufgang aufwachen, den kein Hotelzimmer bieten kann. Buche jetzt dein Segelschiff und entdecke Portugal von seiner schönsten Seite: vom Wasser aus.

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