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Wenn man an einen Segelurlaub denkt, haben die meisten sofort das Mittelmeer im Kopf. Doch versteckt in Nordeuropa, zwischen Finnland und Lettland, liegt ein Land mit mehr Küstenlinie pro Quadratkilometer als fast jedes andere seiner Größe und mit nur einem Bruchteil der Touristen. Willkommen in Estland, wo alte Wikingerrouten, Meteorkrater und Geisterinseln aus der Sowjetzeit Seite an Seite entlang von 3.794 Kilometern zerklüfteter Küste liegen. Wenn du schon immer davon geträumt hast, durch Gewässer zu segeln, die nur wenige internationale Besucher erkundet haben, ist das deine Chance.
Estland umfasst rund 45.339 Quadratkilometer und liegt zwischen den Breitengraden 57,3 und 59,5 an der Ostküste der Ostsee. Die Küste erstreckt sich über beeindruckende 3.794 km und ist geprägt von tiefen Buchten wie der Bucht von Haapsalu und der Bucht von Pärnu, schmalen Meerengen und vorspringenden Halbinseln. Vor der Küste liegen mehr als 2.200 Inseln und Inselchen, von denen nur etwa 100 dauerhaft bewohnt sind. Die beiden größten Inseln, Saaremaa (2.673 km²) und Hiiumaa (989 km²), sind beliebte Urlaubsziele für sich. Doch die unzähligen kleineren Inseln dazwischen bilden ein Mosaik aus geschützten Ankerplätzen und wilden Ufern, die kaum ein Segler außerhalb Skandinaviens je auf dem Radar hatte.
Estland hat ein gemäßigtes maritimes Klima. Die Sommer sind angenehm mild, mit durchschnittlichen Tagestemperaturen von 20 bis 22 °C und bis zu 19 oder sogar 20 Stunden Tageslicht im Juni und Juli. Das bedeutet lange, helle Abende auf dem Wasser ohne die drückende Hitze des Mittelmeers. Die Hauptsaison zum Segeln ist von Juni bis August, doch auch Mai und September belohnen dich mit ruhigeren Häfen und weicherem Licht.
Viele Segelführer nennen dir die Pirita Marina in Tallinn, gebaut für die Olympischen Spiele 1980. Ein guter Startpunkt. Doch der wahre Zauber liegt in den kleineren Gästehäfen entlang der Westküste und auf den Inseln.
Das Tor zu Kuressaare, der Perle der estnischen Küste. Die gut ausgestattete Marina liegt nahe der mittelalterlichen Bischofsburg und der berühmten Spa-Kultur der Insel. So viele Wellnesshotels gibt es hier, dass Einheimische scherzhaft von "SPA-remaa" sprechen.
Die größte Stadt der Insel bietet eine moderne Marina für bis zu 70 Boote. Klein, überschaubar, mit Galerien, Cafés und einer ruhigen Atmosphäre, geprägt von schwedischen und Deutschordens-Siedlern.
Bei internationalen Seglern noch ein Geheimtipp. Dirhami liegt auf dem Festland zwischen Tallinn und Hiiumaa und ist von der Hauptstadt aus gut in einer Tagesetappe erreichbar.
Der charmante Küstenort ist bekannt für seine Bischofsburg aus dem 13. Jahrhundert, Moorbäder seit 1825 und eine Promenade, die schon russische Zaren und Tschaikowski anzog. Perfekt zum Entschleunigen.
Einer der größten Yachthäfen Estlands mit 140 Liegeplätzen. Pärnu nennt sich selbst die "Sommerhauptstadt" des Landes, mit breiten Sandstränden und lebendiger Kulturszene. Seit fast 200 Jahren Kurort.
Geschützt im Süden der Insel gelegen, ideal wenn du absolute Ruhe suchst und die Stille des Väinameri, der Inneren See, genießen willst.
Über den Rigaischen Meerbusen erreichbar und kulturell einer der außergewöhnlichsten Orte Europas.
Estland ist besonders wegen der Kombination aus tausenden Inseln, Wikingerwurzeln, Hansegeschichte, sowjetischen Relikten, lebendigen UNESCO-Kulturen, großartigen Vogelbeobachtungsgebieten und modernen Marinas. Und trotzdem kennen es viele internationale Segler noch kaum. Genau deshalb ist jetzt der richtige Zeitpunkt.
Buche ein Segelschiff und nimm Kurs auf Estland. Die vielleicht überraschendste Küste des Baltikums wartet auf dich.