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Wenn du an einen Segelurlaub denkst, kommen dir wahrscheinlich zuerst das Mittelmeer oder die Karibik in den Sinn. Doch England mit seiner reichen Seefahrtsgeschichte, wilden Küsten und jahrhundertealten maritimen Tradition bietet ein Segelerlebnis, das überraschend vielseitig, atmosphärisch dicht und absolut unvergesslich ist. Ob du am Wochenende den Wind im Solent suchst oder entlang der fossilreichen Jurassic Coast Kurs setzt, mit einem Segelschiff in England bist du mitten in einem der großartigsten Segelreviere der Welt.
England umfasst rund 130.395 Quadratkilometer und ist damit der größte Landesteil des UK. Mit etwa 56 Millionen Einwohnern gehört es zu den am dichtesten besiedelten Ländern der Welt. Trotzdem ist kein Ort weiter als 120 km vom Meer entfernt. Diese Nähe zum Wasser prägt Kultur, Küche und Charakter seit Jahrtausenden.
Die englische Küste ist etwa 3.200 km lang und beeindruckt mit einer außergewöhnlichen Vielfalt: hohe Kreideklippen, Sanddünen, markante Landzungen, geschützte Flussmündungen und versteckte Buchten. Im Osten liegt die Nordsee, im Süden der Ärmelkanal, im Westen der Atlantik und die Irische See. Das Klima ist maritim und mild, beeinflusst von warmen Meeresströmungen. Im Sommer liegen die Temperaturen meist zwischen 15 und 25 Grad Celsius. Regen ist jederzeit möglich, doch die südlichen Küstenregionen zählen zu den sonnigsten Gegenden des Landes.
Es gibt viele gute Gründe, dein nächstes Wochenende oder deinen Urlaub auf einem Segelschiff in England zu verbringen:
Der Solent zwischen Südengland und der Isle of Wight gilt als Herz des englischen Segelsports. In Cowes findet seit 1826 die legendäre Regatta statt, eines der ältesten Sportevents Großbritanniens. Rund 500 Boote nehmen jeden August an der Cowes Week teil, etwa 100.000 Besucher feiern mit. Auch außerhalb der Regattazeit bietet das Gebiet stark ausgeprägte Doppelgezeiten, geschützte Häfen und charmante Stopps wie Yarmouth oder Lymington.
Entlang der Jurassic Coast zu segeln ist wie eine Reise durch die Erdgeschichte. Das UNESCO-Welterbe erstreckt sich über rund 150 km von Exmouth in East Devon bis zur Studland Bay in Dorset und zeigt 185 Millionen Jahre Geologie. Vom Deck aus siehst du das Naturtor Durdle Door, die hufeisenförmige Lulworth Cove und die markanten Kreidefelsen der Old Harry Rocks. Swanage Bay bietet geschützten Ankergrund mit Blick auf die Purbeck Hills, während Weymouth klassisches englisches Küstenflair versprüht.
Falmouth mit den Carrick Roads ist der dritttiefste Naturhafen der Welt und der tiefste in Westeuropa mit bis zu 34 Metern. Von hier starteten oder endeten berühmte Weltumsegelungen, etwa von Sir Robin Knox-Johnston und Dame Ellen MacArthur. Für dich ist es eine ideale Basis: geschützte Bedingungen auf dem River Fal und seinen Nebenarmen, dazu in wenigen Minuten der offene Atlantik. Weiter südlich bietet die Lizard Peninsula versteckte Ankerplätze zwischen steilen Klippen und Orte wie Cadgwith oder Coverack mit frischen Meeresfrüchten direkt am Wasser.
Etwa 40 km vor der Küste Cornwalls wirken die Isles of Scilly fast tropisch. Weiße Sandstrände, türkisfarbenes Wasser und nur fünf bewohnte Inseln von rund 140 sorgen für eine besondere Atmosphäre. St. Mary's bietet die besten Liegeplätze, während Tresco, St. Martin's und St. Agnes mit Ruhe und Natur begeistern. Schon die Überfahrt vom Festland ist ein unvergessliches Erlebnis.
Die North Norfolk Coast ist ein ausgewiesenes Gebiet von außergewöhnlicher natürlicher Schönheit und reicht von Hunstanton bis Cromer. Wer sich durch Gezeitenarme und flache Fahrwasser navigiert, wird mit ruhigen Häfen wie Wells-next-the-Sea oder Blakeney belohnt, mit Seehunden, weiten Sandstränden und traditionellen Küstendörfern mit Feuersteinhäusern und historischen Pubs.
Dartmouth an der Mündung des River Dart zählt zu den Top-Segelzielen an der Südküste. Die Royal Regatta im August ist ein Highlight, doch auch sonst erwarten dich geschützte Flussabschnitte und offene Küstengewässer. Der nahe Hafen Fowey in Cornwall ist ein beliebter Stopp auf dem Weg Richtung Falmouth und Isles of Scilly.
Die Saison geht von März bis November, besonders beliebt sind Mai bis September. Im Hochsommer bleibt es oft bis nach 21 Uhr hell, ideal für lange Abende an Bord.
Der Tidenhub kann stark sein, besonders im Bristol Channel und im Solent mit seinen Doppelgezeiten. Prüfe vor jedem Schlag Gezeitentabellen und Wetterbericht. Das Wetter kann schnell umschlagen.
Wichtige Segelregionen sind gut per Straße und Bahn erreichbar. London Heathrow, London Gatwick und Southampton bieten internationale Verbindungen. Von London erreichst du Basen wie Hamble, Lymington oder Plymouth bequem mit dem Zug. Aus Kontinentaleuropa reist du auch per Eurostar durch den Kanaltunnel oder mit der Fähre an.
Im UK ist für Freizeitsegeln kein verpflichtender Segelschein nötig. Dennoch sind Nachweise wie vom RYA empfehlenswert, und viele Charterfirmen möchten deine Erfahrung sehen.
Es ist ein besonderes Gefühl, auf denselben Gewässern zu segeln wie Generationen englischer Seefahrer. Die Gezeiten im Solent, die Atlantikwinde vor Falmouth, all das begleitet dich auf deinem Törn. Ein Segelschiff in England zu buchen ist mehr als Urlaub. Es ist deine Chance, Teil einer lebendigen maritimen Tradition zu werden. Buche jetzt dein Segelschiff und lass dir von Englands Küsten ihre Geschichten erzählen.