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Segelschiff vermietung England

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Warum England das bestgehütete Geheimnis für Segler ist

Wenn du an einen Segelurlaub denkst, kommen dir wahrscheinlich zuerst das Mittelmeer oder die Karibik in den Sinn. Doch England mit seiner reichen Seefahrtsgeschichte, wilden Küsten und jahrhundertealten maritimen Tradition bietet ein Segelerlebnis, das überraschend vielseitig, atmosphärisch dicht und absolut unvergesslich ist. Ob du am Wochenende den Wind im Solent suchst oder entlang der fossilreichen Jurassic Coast Kurs setzt, mit einem Segelschiff in England bist du mitten in einem der großartigsten Segelreviere der Welt.

England in Zahlen: Ein Land vom Wasser geprägt

England umfasst rund 130.395 Quadratkilometer und ist damit der größte Landesteil des UK. Mit etwa 56 Millionen Einwohnern gehört es zu den am dichtesten besiedelten Ländern der Welt. Trotzdem ist kein Ort weiter als 120 km vom Meer entfernt. Diese Nähe zum Wasser prägt Kultur, Küche und Charakter seit Jahrtausenden.

Die englische Küste ist etwa 3.200 km lang und beeindruckt mit einer außergewöhnlichen Vielfalt: hohe Kreideklippen, Sanddünen, markante Landzungen, geschützte Flussmündungen und versteckte Buchten. Im Osten liegt die Nordsee, im Süden der Ärmelkanal, im Westen der Atlantik und die Irische See. Das Klima ist maritim und mild, beeinflusst von warmen Meeresströmungen. Im Sommer liegen die Temperaturen meist zwischen 15 und 25 Grad Celsius. Regen ist jederzeit möglich, doch die südlichen Küstenregionen zählen zu den sonnigsten Gegenden des Landes.

Urlaub auf dem Wasser: Warum ein Segelschiff in England?

Es gibt viele gute Gründe, dein nächstes Wochenende oder deinen Urlaub auf einem Segelschiff in England zu verbringen:

  • Einzigartige Seefahrtstradition: England ist seit Jahrhunderten eine Seefahrernation. Von Plymouth, wo 1620 die Mayflower auslief, bis zum Solent mit der weltberühmten Cowes Week seit 1826 ist Segeln fest in der nationalen Identität verankert.
  • Große Vielfalt auf kurzer Distanz: Da kein Punkt weit vom Meer entfernt ist, kannst du in einer einzigen Reise völlig unterschiedliche Reviere erleben. Heute ankert dein Boot unter dramatischen Kreidefelsen, morgen erkundest du einen stillen Gezeitenarm zwischen Salzwiesen.
  • Für jedes Level geeignet: Die geschützten Gewässer des Solent und die ruhigen Mündungen in Norfolk sind ideal für Einsteiger. Erfahrene Segler finden in den offenen Gewässern des Ärmelkanals oder vor Cornwall im Atlantik anspruchsvolle Bedingungen.
  • Gut erreichbar: London, Southampton und andere Städte sind hervorragend angebunden. Gäste aus den USA, DE, FR, BE, IE oder AU erreichen die wichtigsten Segelreviere oft schon wenige Stunden nach der Landung.
  • Lange Segelsaison: Die Saison dauert etwa von März bis November. Von Mai bis September erwarten dich lange Tage und meist milde Bedingungen. In Mai, Juni und September profitierst du oft von guten Winden und weniger Andrang.

Von Kreideklippen bis zu fast tropischen Inseln: Highlights, die du nicht verpassen solltest

Der Solent und die Isle of Wight

Der Solent zwischen Südengland und der Isle of Wight gilt als Herz des englischen Segelsports. In Cowes findet seit 1826 die legendäre Regatta statt, eines der ältesten Sportevents Großbritanniens. Rund 500 Boote nehmen jeden August an der Cowes Week teil, etwa 100.000 Besucher feiern mit. Auch außerhalb der Regattazeit bietet das Gebiet stark ausgeprägte Doppelgezeiten, geschützte Häfen und charmante Stopps wie Yarmouth oder Lymington.

Die Jurassic Coast

Entlang der Jurassic Coast zu segeln ist wie eine Reise durch die Erdgeschichte. Das UNESCO-Welterbe erstreckt sich über rund 150 km von Exmouth in East Devon bis zur Studland Bay in Dorset und zeigt 185 Millionen Jahre Geologie. Vom Deck aus siehst du das Naturtor Durdle Door, die hufeisenförmige Lulworth Cove und die markanten Kreidefelsen der Old Harry Rocks. Swanage Bay bietet geschützten Ankergrund mit Blick auf die Purbeck Hills, während Weymouth klassisches englisches Küstenflair versprüht.

Cornwall und Falmouth

Falmouth mit den Carrick Roads ist der dritttiefste Naturhafen der Welt und der tiefste in Westeuropa mit bis zu 34 Metern. Von hier starteten oder endeten berühmte Weltumsegelungen, etwa von Sir Robin Knox-Johnston und Dame Ellen MacArthur. Für dich ist es eine ideale Basis: geschützte Bedingungen auf dem River Fal und seinen Nebenarmen, dazu in wenigen Minuten der offene Atlantik. Weiter südlich bietet die Lizard Peninsula versteckte Ankerplätze zwischen steilen Klippen und Orte wie Cadgwith oder Coverack mit frischen Meeresfrüchten direkt am Wasser.

Die Isles of Scilly

Etwa 40 km vor der Küste Cornwalls wirken die Isles of Scilly fast tropisch. Weiße Sandstrände, türkisfarbenes Wasser und nur fünf bewohnte Inseln von rund 140 sorgen für eine besondere Atmosphäre. St. Mary's bietet die besten Liegeplätze, während Tresco, St. Martin's und St. Agnes mit Ruhe und Natur begeistern. Schon die Überfahrt vom Festland ist ein unvergessliches Erlebnis.

Die Nordküste von Norfolk: Ein Geheimtipp

Die North Norfolk Coast ist ein ausgewiesenes Gebiet von außergewöhnlicher natürlicher Schönheit und reicht von Hunstanton bis Cromer. Wer sich durch Gezeitenarme und flache Fahrwasser navigiert, wird mit ruhigen Häfen wie Wells-next-the-Sea oder Blakeney belohnt, mit Seehunden, weiten Sandstränden und traditionellen Küstendörfern mit Feuersteinhäusern und historischen Pubs.

Dartmouth und die Küste von South Devon

Dartmouth an der Mündung des River Dart zählt zu den Top-Segelzielen an der Südküste. Die Royal Regatta im August ist ein Highlight, doch auch sonst erwarten dich geschützte Flussabschnitte und offene Küstengewässer. Der nahe Hafen Fowey in Cornwall ist ein beliebter Stopp auf dem Weg Richtung Falmouth und Isles of Scilly.

Häfen, an denen du festmachen solltest

  • Lymington: Georgische Marktstadt am Rand des New Forest mit zwei Marinas und direktem Zugang zum Solent und zum Needles Channel.
  • Plymouth: Voller Geschichte von Sir Francis Drake bis zu den Pilgervätern der Mayflower, idealer Ausgangspunkt für Devon und Dartmoor.
  • Chichester Harbour: Einer der größten Naturhäfen Europas mit ruhigen Ankerplätzen und Zugang nach Emsworth.
  • Poole Harbour: Einer der größten Naturhäfen der Welt mit geschützten Gewässern nahe der Jurassic Coast.
  • Brighton Marina: Die größte Marina im UK mit über 1.200 Liegeplätzen zwischen Dover und dem Solent, perfekt für einen Abstecher ins lebendige Brighton.
  • Ramsgate: Historischer Hafen in Kent als Tor zur Küste und nach Canterbury.
  • St Mawes (Cornwall): Malerischer Ankerplatz auf der Roseland Peninsula mit gutem Halt und Schutz aus fast allen Richtungen.

Fünf Dinge, die viele verpassen

  1. Fossilien suchen an der Jurassic Coast: Ankern bei Lyme Regis oder Charmouth und am Strand nach Ammoniten suchen. Nach Stürmen werden hier regelmäßig neue Funde freigespült.
  2. Zu einer Seehundkolonie segeln: Vor der Küste Norfolks leben zahlreiche Kegelrobben und Seehunde, die du vom Boot aus aus nächster Nähe beobachten kannst.
  3. Ein Weingut an der Südküste besuchen: Dank besonderem Mikroklima entstehen hier preisgekrönte Schaumweine, die es locker mit Champagne aufnehmen.
  4. Chichester Harbour zu Fuß erkunden: Lege bei Hayling Island oder Emsworth an und spaziere entlang alter Bahntrassen durch Salzwiesen und vorbei an gemütlichen Pubs.
  5. Eine kleine Regatta miterleben: Neben der Cowes Week gibt es viele kleinere Veranstaltungen wie die Dartmouth Royal Regatta oder die Falmouth Regatta Week. Mit dem eigenen Segelschiff bist du mittendrin.

Praktische Infos für deinen Segeltrip

Beste Reisezeit

Die Saison geht von März bis November, besonders beliebt sind Mai bis September. Im Hochsommer bleibt es oft bis nach 21 Uhr hell, ideal für lange Abende an Bord.

Gezeiten und Wetter

Der Tidenhub kann stark sein, besonders im Bristol Channel und im Solent mit seinen Doppelgezeiten. Prüfe vor jedem Schlag Gezeitentabellen und Wetterbericht. Das Wetter kann schnell umschlagen.

Anreise

Wichtige Segelregionen sind gut per Straße und Bahn erreichbar. London Heathrow, London Gatwick und Southampton bieten internationale Verbindungen. Von London erreichst du Basen wie Hamble, Lymington oder Plymouth bequem mit dem Zug. Aus Kontinentaleuropa reist du auch per Eurostar durch den Kanaltunnel oder mit der Fähre an.

Kein Segelschein vorgeschrieben

Im UK ist für Freizeitsegeln kein verpflichtender Segelschein nötig. Dennoch sind Nachweise wie vom RYA empfehlenswert, und viele Charterfirmen möchten deine Erfahrung sehen.

Setz die Segel auf einem Stück Geschichte

Es ist ein besonderes Gefühl, auf denselben Gewässern zu segeln wie Generationen englischer Seefahrer. Die Gezeiten im Solent, die Atlantikwinde vor Falmouth, all das begleitet dich auf deinem Törn. Ein Segelschiff in England zu buchen ist mehr als Urlaub. Es ist deine Chance, Teil einer lebendigen maritimen Tradition zu werden. Buche jetzt dein Segelschiff und lass dir von Englands Küsten ihre Geschichten erzählen.

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