Ups, es gibt keine Ergebnisse für diese Suche.
Stell dir ein Land vor, in dem kein Punkt weiter als 52 km vom Meer entfernt ist, in dem sich über 400 Inseln zwischen zwei großen Gewässern verteilen und in dem der maritime Geist so tief verwurzelt ist, dass er eine ganze Zivilisation geprägt hat. Dieses Land ist Dänemark und es ist vielleicht das unterschätzteste Segelrevier Europas.
Zwischen Nordsee und Ostsee gelegen, besteht Dänemark aus der Halbinsel Jütland und einem Archipel mit mehr als 400 Inseln. Die Gezeitenküste erstreckt sich über beeindruckende 8.750 km, deutlich mehr, als man bei einer Landesfläche von nur rund 43.000 Quadratkilometern erwarten würde. Etwa 72 Inseln sind bewohnt, der Rest ist wild und unberührt. Die Möglichkeiten zum Inselhopping mit dem Segelschiff sind nahezu grenzenlos.
Dänemark ist ein flaches Land mit einer durchschnittlichen Höhe von nur etwa 31 Metern über dem Meeresspiegel. Der höchste natürliche Punkt, Møllehøj, misst gerade einmal 170,86 Meter. Die Landschaft ist sanft hügelig und weitläufig, geformt von Gletschern der letzten Eiszeit. Diese dezente Topografie in Kombination mit der riesigen Küstenlinie sorgt dafür, dass geschützte Buchten, befahrbare Fjorde, versteckte Ankerplätze und einladende Häfen nie weit entfernt sind.
Das Klima ist gemäßigt und wird vom Golfstrom sowie den umliegenden Meeren beeinflusst. Im Sommer liegen die durchschnittlichen Tagestemperaturen bei etwa 20 bis 22 Grad Celsius, und im Juni ist es fast bis 22 Uhr hell. Sommerstürme sind selten, und die Gewässer rund um die Inseln, besonders im südfünischen Inselmeer, sind meist ruhig und geschützt. Zwischen Mai und September ist Dänemark daher ein besonders angenehmes Segelrevier.
Was Dänemark von vielen anderen Segelzielen unterscheidet, ist sein außergewöhnliches Hafennetz. Mit über 350 Yachthäfen und Marinas im ganzen Land bist du nie weit entfernt von einem sicheren Liegeplatz für die Nacht, Einkaufsmöglichkeiten oder einer charmanten Stadt, die du zu Fuß erkunden kannst.
Diese Häfen lohnen einen Abstecher:
Wenn es ein Gebiet gibt, das dänisches Segeln perfekt verkörpert, dann ist es das südfünische Inselmeer. Die Insel Fünen, die drittgrößte Dänemarks, ist das Tor zu Dutzenden kleiner Inseln mit ganz eigenem Charakter. Die Südküste ist bekannt für sanfte Wellen und moderate Winde und zählt zu den besten Segelrevieren Nordeuropas. Viele Inseln bieten Fahrradverleih und versteckte Badeplätze, die nur darauf warten, entdeckt zu werden.
Segelst du nördlich von Fünen, erreichst du das Kattegat. Die Inseln Samsø und Tunø bilden einen spannenden Kontrast zur lebendigen Stadt Aarhus auf dem Festland. Beachte, dass die Strömung im Großen Belt ein bis zwei Knoten erreichen kann, plane deine Route also entsprechend.
Weit im Osten liegt die Insel Bornholm in der Ostsee, auch Solskinsøen, Sonneninsel, genannt. Mit dramatischen Felsküsten, mittelalterlichen Kirchen, den imposanten Ruinen der Burg Hammershus und dem feinen Sandstrand von Dueodde fühlt sich Bornholm fast wie ein eigenes Land innerhalb Dänemarks an.
Für alle, die es etwas abenteuerlicher mögen, führt dich ein Törn entlang der jütländischen Küste nach Skagen, der nördlichsten Stadt Dänemarks. An der Spitze der Halbinsel liegt Grenen, eine Sandzunge, an der Skagerrak und Kattegat aufeinandertreffen. Du kannst buchstäblich mit einem Fuß in jedem Meer stehen und beobachten, wie die Wellen kollidieren. Das besondere Licht zieht seit dem 19. Jahrhundert Maler an, deren Werke heute im Skagen Museum zu sehen sind.
Die dänische Segelsaison dauert hauptsächlich von Mai bis September. Die Sommermonate Juni, Juli und August bieten die wärmsten Wassertemperaturen, die längsten Tage und stabile Wetterbedingungen. Zur Mittsommerzeit ist es im Norden des Landes fast bis 22 Uhr hell, perfekt, um lange zu segeln, zu erkunden und entspannte Abende vor Anker oder im Hafen zu genießen.
Mai und September sind ideale Monate in der Nebensaison. Die Häfen sind weniger voll, das Licht ist weicher und die Bedingungen auf dem Wasser bleiben gut beherrschbar. Im Frühherbst profitierst du zudem von dunkleren Nächten, wenn du den Dark Sky Park auf Møn erleben möchtest.
Dänemarks Verbindung zum Meer reicht Jahrtausende zurück. Die Wikinger bauten ihre Zivilisation auf Seefahrt, erschlossen Handelsrouten, entdeckten ferne Küsten und prägten Europa von den Decks ihrer Langschiffe aus. Diese maritime DNA spürst du noch heute in jedem Hafen, auf jeder Insel und an jedem vom Salz gezeichneten Steg.
Dänemark vom Land aus zu sehen zeigt dir nur einen Teil des Ganzen. Vom Deck eines Segelschiffs aus erlebst du die komplette Geschichte. Ruhige Häfen, die nur per Boot erreichbar sind, Inseln, auf denen die Zeit stillzustehen scheint, und das Gefühl von Freiheit, wenn du unter Segeln durch diese historischen Gewässer navigierst. Buche jetzt ein Segelschiff und erlebe Dänemark so, wie es gedacht ist: vom Wasser aus.